Dankbarkeit ist eine besondere Lebenshaltung, die daran erinnert, dass wir nicht alles in unserem Alltag und Leben in der Hand haben. Dankbarkeit bedeutet sich dessen bewusst zu sein, dass Vieles, das uns selbstverständlich erscheint für andere Menschen nicht selbstverständlich ist, wie Arbeit, Wohnraum, ein sicheres Lebensumfeld, Bildung, Nahrung oder medizinische Versorgung.
Vertraute Personen, Mitmenschen, Lebensbegleiter und Freunde schenken Geborgenheit, die zum persönlichen Wohlbefinden beitragen. Aber auch die vielen kleinen Dinge, die den Alltag angenehm gestalten, sind Anlass zur Dankbarkeit. Die positive Wirkung einer dankbaren Lebenshaltung auf das persönliche Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit, stärkt auch die Resilienz, die Widerstandsfähigkeit und Belastbarkeit des Einzelnen, da das Leben eben nicht nur die schönen und angenehmen Dinge, sondern auch Krisen und Belastungen bereithält.
In diesen Tagen feiern wird das Erntedankfest und danken Gott für die reiche Ernte und die Fülle aus der Natur.
Das Erntedankfest darf auch ein Anlass sein, das eigene Leben ganz bewusst in den Blick zu nehmen. Überlegen Sie doch einmal: „Für was bin ich dankbar? Wer oder was macht mein Leben hell? Was schenkt mir Glücksgefühle? Was sind die kleinen Freuden des Alltags?“ Für die Antworten auf diese Fragen darf jeder für sich Gott danken! Denken Sie auch an die Menschen in Ihrem Umfeld. Sagen Sie „danke“, denn wer anderen dankt, schenkt glückliche Momente weiter.
Ich wünsche uns allen den Segen der Zufriedenheit – gestärkt durch tägliche Momente, die uns Dankbarkeit schenken. Ihnen und Ihren Lieben ein freudiges Erntedankfest.
Ihre
Barbara Miltner-Jürgensen
Gemeindereferentin