Freunde, das Leben ist lebenswert

05.04.2019 |

Diesen Satz aus einem bekannten Lied können wahrscheinlich zurzeit viele gut nachvollziehen. Ist es nicht herrlich, die Bäume am Straßenrand in voller Blüte zu sehen? Oder genießen Sie nicht auch, die bunten Blumen nach den oft tristen Wochen des Winters? Tut es uns nicht gut, die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren und zu merken, dass das sonnige Wetter auch anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert?
Und doch ist das nur die eine Seite in dieser Fastenzeit, in der wir uns auf das Osterfest vorbereiten. All diese schönen Augenblicke in der erwachenden Natur können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch tiefe Not, Angst, Verzweiflung, Krankheit und Tod in unserer Welt, sogar in unserem direkten Umfeld gibt. Davor dürfen wir die Augen nicht verschließen. Unsere Mitmenschen brauchen unsere Aufmerksamkeit und unseren Zuspruch in schwierigen Situationen.

Darauf will auch die ökumenische Woche für das Leben im Mai unter dem Motto „Leben schützen. Menschen begleiten. Suizide verhindern“ hinweisen. Denn es gibt viele Menschen, denen das Leben nicht lebenswert erscheint, die mit dem Gedanken spielen, ihrem Leben ein Ende zu setzen, und das zieht sich durch alle Generationen. Für junge Leute unter 25 bietet der Caritasverband jetzt ein Online- Angebot (U25) für suizidgefährdete Jugendliche. Das Besondere daran ist, dass hier ausgebildete Ehrenamtliche im Alter von 16 bis 25 Jahren tätig sind, die gut auf die Situation der betroffenen Jugendlichen eingehen können. Für Menschen mit Altersdepressionen machen Patenschaften viel Sinn. Und so gibt es viele Möglichkeiten, auf die man verweisen oder wie man selbst aktiv werden kann. Es bleibt allerdings eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Manchmal lassen sich Menschen trotz aller Hilfe und Unterstützung nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Das ist sehr schmerzlich und nicht leicht auszuhalten Wir dürfen darauf vertrauen, dass Jesus dabei an unserer Seite ist. Er, der selbst das Leiden bis zum

Tod durchlebt hat, lädt uns besonders in Krisenzeiten ein, auf die Auferstehung zu hoffen und mit den Mitmenschen einen Ausweg aus der Suizidgefährdung zu suchen. Der Gott des Lebens schenke uns die Kraft dazu!

Allen ein gesegnetes Osterfest auch im Namen des Seelsorgeteams wünscht

Gabriele Mihlan-Penk, Gemeindereferentin